Reptilien

Die Reptilien sind eine Wirbeltierklasse, die auch durch die Bezeichnung Kriechtiere bestens bekannt sind. Die bekanntesten Gruppen sind die Krokodile, Echsen, Schildkröten und Schuppenkriechtier, zu denen die Schlangen gehören. In Deutschland sind 14 Arten beheimatet, zu denen vor allem Echsen, Nattern, Schleichen, Sumpfschildkröten und Ottern zählen. Kriechtiere zeichnen sich durch die schuppige Haut, einen meist langen Schwanz und vier, manchmal zurückgebildete Beine, aus. Sie sind vorwiegend Landlebewesen, die sich vereinzelt im Wasser aufhalten.

Wechselwarme Tiere

Dennoch sind sie als Lungenatmer auf die Luft angewiesen und müssen, falls sie sich im Wasser aufhalten oder wie die Schildkröten größtenteils ihren Lebensraum darin haben, nach einiger Zeit an die Wasseroberfläche gelangen. Dies ist mit der Evolution der Amphibien und der Anpassung an das Land zu erklären, aus denen dieser Klasse, ebenso die Vögel, hervorgegangen sind. Da sie wechselwarme Tiere sind, beeinflussen diese Lebewesen ihren Stoffwechsel durch ihr Verhalten, wobei sie stark an die Außentemperatur angewiesen sind. Daher sieht man sie in freier Wildbahn oder im Zoologischen Garten gern auf einem Stein verweilen und ein Sonnenbad nehmen.

Reptilien im Terrarium halten

Durch diese Stoffwechselregulierung ist zugleich die lange Dauer der nächsten benötigten Mahlzeit zu erklären, weshalb manche Schlangen- oder Krokodilarten sehr lange Zeit ohne Nahrungsaufnahme verweilen können. Sie sind so faszinierend, dass sich um die Reptilien ein richtiger Hype entwickelt hat, der immer mehr Terrarien in die Haushalte unserer Gesellschaft einziehen lässt. Hierbei ist jedoch zu sagen, dass dies eine große Verantwortung darstellt und nicht nur aus Spaß bedacht werden kann.

Da ihr Äußeres ein imposantes Bild wirft, werden die Reptilien als besonders edel gesehen, was sie leider oft zur Beute der Industrie macht, auch wenn es manchmal zum Nutzen des Menschen in der Produktion von Gegengiften angebracht scheint. Auch aus diesem Grund ist die Vielfalt dieser Tierklasse stark gefährdet, sodass drei Viertel der gesamten Arten vom Aussterben bedroht sind.